Was es bei der Hundeerziehung zu beachten gilt

Aktualisiert: 28. April 2019
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • In der Welt der Hundeerziehung gibt es sehr viele Fehlerquellen, dessen sollte sich jeder Hundehalter bewusst sein. Es gilt, das Fehlverhalten möglichst früh zu erkennen und dieses zu korrigieren.

  • Durch analysieren und beobachten kann der Hundehalter auf eventuelle Fehler in der Hundeerziehung rechtzeitig reagieren. In den meisten aller Fällen entsteht ein Fehlverhalten des Hundes durch den Hundehalter selbst.

  • Jeder Hund ist ein Individuum, weshalb es keinerlei Anleitungen für eine perfekte Hundeerziehung geben kann. Trotzdem gilt es, die grundlegenden Fehler in der Hundeerziehung möglichst zu vermeiden.

Hunde mit Hüten

Eine harmonische Beziehung zwischen Hund und Herrchen

Es gibt sehr viele Gründe, weshalb der Hund ungehorsam ist. Ist dies der Fall, gilt es, die Hintergründe näher zu beleuchten. Es kann sein, dass sich der Hund hinlegt, wenn er doch eigentlich Sitz machen sollte oder es zu anderen Missverständnissen kommt. Um die Probleme zu lösen, gilt es also, diesen auf den Grund zu gehen, den Fehler zu finden und ihn auf geschickte Weise auszumerzen. Immerhin gibt es in Deutschland ca. 6 Millionen Hunde und da will gute Erziehung gefragt sein. Das Ziel ist immer, eine harmonische Beziehung zwischen Zweibeiner und Vierbeiner zu erzeugen. Eine gründliche Hundeerziehung ist für ein gutes und harmonisches Zusammenleben zwischen Tier und Mensch allerdings immer Voraussetzung.

Bei der Anschaffung selbst können bereits Fehler passieren. Immerhin sollte der Hund vom Typ und Charakter her mit der Familie zusammenpassen, ansonsten sind Folgeprobleme ganz sicher. Je nachdem, ob das Tier entweder lauffreudig oder gemütlich sein sollte, gilt es hier Unterschiede zu machen. Eine französische Bulldogge passt beispielsweise gut zu Familien oder Hundehaltern, die viel zu Hause sind.

Einmal sagen reicht

Es reicht, den Hund ein einziges Mal zu rufen, denn Hunde haben sehr gutes Gehör. Das bedeutet also, dass es niemals zu einer so genannten dauerhaften Beschallung kommen sollte, denn Hunde sind wirklich nicht schwerhörig. Weitere Worte sind meistens sehr überflüssig und dadurch untergräbt der Hundehalter sogar seine eigene Autorität. Wird nämlich immer wieder „hier“ gebrüllt, sieht der Hund das Kommando umso gelassener und fängt an es zu ignorieren. Immerhin zeigt der Hundehalter dadurch, wo er sich selbst befindet und der Hund denkt, dass ihm sein Herrchen ohnehin folgt oder auf ihn wartet. Kein Hund möchte wirklich zugetextet werden mit langen Sätzen, es sind prägnante klare Worte und Kommandos gefragt. So kann der Hund genau wissen, was von ihm erwartet wird. Ein Kommando sollte immer nur eine Benennung haben und nicht mehrere.

Gesten und Worte müssen harmonieren

Die Betonung der eigenen Worte, sowie die Körpersprache und das eigene Mienenspiel müssen bei jedem Kommando dem Hund gegenüber unbedingt harmonieren. Stimmen nämlich die Gesten und die Haltung nicht überein, geht die Autorität schnell verloren. Eine wütende Stimme die „hier“ schreit ist für den Hund nämlich nicht unbedingt einladend. Viele Hundehalter wissen gar nicht, dass sie vom Hund sehr gut gelesen werden können. Auch umgekehrt sollte das immer möglich sein. Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, bedeutet das nicht unbedingt immer, dass er sich freut. Das Tier kann dadurch auch eine Vorstufe der Aggression oder Unsicherheit aufzeigen und signalisieren. Deshalb sollte im Hinblick auf die Gesten immer das ganze Tier betrachtet werden. Dazu gehören zum Beispiel ein typisches Spielgesicht, eine gekräuselte Nase, aufgestelltes Fell, bzw. auch die Stellung von Beinen und Ohren.

Jeder Hund denkt anders und es gilt, auf individuelle Dinge zu achten, um das gesteckte Ziel im Hinblick auf die Erziehung zu erreichen. Bereits eine kleine Nachlässigkeit kann später zu großem Frust führen und viele Hundehalter bemerken diese Folgen oft lange nicht.

Inkonsequenz

Auch die Vergesslichkeit und Nachlässigkeit im Allgemeinen ist unbedingt genau zu hinterfragen, denn bei der Hundeerziehung kommt es immer auf die Konsequenz an. Im Übrigen funktioniert es nicht, den Hund immer nur gegen Bezahlung folgsam zu machen, wenn es für jede Kleinigkeit ein Leckerchen gibt. Bei der Hundeerziehung gilt die Konsequenz ohnehin als oberstes Gebot überhaupt. Regeln, die erst Mal aufgestellt sind müssen auch von beiden Seiten unbedingt eingehalten werden. Sollte das Tier zum Beispiel aufhören, am Tisch zu betteln wird dafür ein eindeutiges Kommando festgelegt. So weiß der Hund, dass sein Verhalten nicht toleriert wird. Sobald der Hund ein einziges Mal Erfolg mit dem Betteln am Tisch hat, lernt er nämlich, dass es sich gelohnt hat.

Das richtige Timing

Es macht keinen Sinn, den Hund mit den Worten bei Fuß zu rufen, wenn sich dieser gerade entfernt hat, denn hierbei kommt es garantiert zu einem Missverständnis. Der Hund verknüpft die Worte immer mit der Bedeutung, um sie zu verstehen, deshalb ist das Timing unbedingt ausschlaggebend.

Zu spätes Loben

Der Hund möchte immer Anerkennung von seinem Herrchen dafür, wenn er etwas getan hat. Wenn es zu lange dauert, bis die Belohnung kommt, lernt der Hund nur das Betteln und nicht die Folgsamkeit selbst.

Zu wenig Ausgleich

Oft kommt es vor, dass der Vierbeiner in der Hundeschule perfekt funktioniert, aber zu Hause ist plötzlich alles gegessen. Der Grund ist, dass entweder zu wenig geübt wurde oder es hapert eventuell mit der Konsequenz. Wenn in der Hundeschule viel Motivation durch Spielzeug oder Leckerlis besteht, dies jedoch außerhalb des Kurses nicht der Fall ist, ist es ganz normal, dass der Hund nicht reagiert.

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