Welpe beißt ständig zu, was hilft dagegen?

Welpe beißt ständig zu, das muss ich beachten.

Aktualisiert: 18. January 2018

Einen Hundewelpen als neues Familienmitglied aufzunehmen, hört sich zuerst einmal sehr einfach, spannend, lustig und aufregend an. Denn so ein kleiner Hundewelpe ist süß und niedlich. Niemand verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dass der Welpe anfangen könnte zu beißen. Doch dann, sollte es soweit kommen und der Welpe fängt an in Arme, Beine, Pullover oder Taschen zu beißen, stellt sich ein jeder Hundebesitzer die Frage warum. Es gibt ein paar Dinge die du als Hundebesitzer beachten solltest, welche nicht das Beißen verringern, sondern eher verstärken. Zu diesen gehören beispielsweise das Auffordern zum Spielen mit den Händen.

Einen Hundewelpen als neues Familienmitglied aufzunehmen, hört sich zuerst einmal sehr einfach, spannend, lustig und aufregend an. Denn so ein kleiner Hundewelpe ist süß und niedlich. Niemand verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dass der Welpe anfangen könnte zu beißen. Doch dann, sollte es soweit kommen und der Welpe fängt an in Arme, Beine, Pullover oder Taschen zu beißen, stellt sich ein jeder Hundebesitzer die Frage warum.

Beißen, eine erstmal normale Eigenschaft

Es ist normal das dein Hundewelpe zu Anfang beginnt zu Kratzen oder auch zu beißen, dies ist ein normales Verhaltenwelches so gut wie jeder Hundewelpe an den Tag legt und gehört auch zu der natürlichen Entwicklung des Welpen. Nahezu jeder kleine Welpe beißt ständig zu. Wichtig ist es bei diesem Verhalten nur, dem Kleinen das Beißen abzugewöhnen und ihm zu zeigen, dass es weitaus andere Dinge gibt die er tun kann, ohne dabei anderen Menschen Schaden zuzufügen.

Beißen, ein Merkmal das viele Gründe haben kann

Sollte dein Welpe anfangen zu beißen, hat dies in den meisten Fällen nichts mit Aggressivität oder anderen negativen Eigenschaften zu tun. Meistens ist es bei den Welpen eher ein Knabbern oder auch Zwicken, welches, vor allem aufgrund der noch sehr spitzen Zähne, teilweise starke Schmerzen verursachen kann. Doch meistens gibt es für das Beißen einen einfachen Grund. Wie zum Beispiel, wenn bei Hunden eine große Erregung vorhanden ist, wenn Welpen jemanden auffordern wollen zu spielen, allgemein die Aufmerksamkeit der umliegenden Personen erregt werden soll oder auch wenn Hunde die Umgebung erkunden wollen, denn dies tuen sie bekanntlich ja auch mit dem Maul.

Beißhemmung beim Welpen

Unter Beißhemmung versteht man die Fähigkeit die Intensität des Beißens oder des Knabberns zu kontrollieren. Dies bedeutet das ein Hund genau weiß wie feste er zubeißen kann, bis es anfängt weh zu tuen. Kein Welpe wird mit dieser Beißhemmung geboren und so ist sie bei Welpen auch nicht vorhanden. Diese Beißhemmung wird den kleinen dann, durch den Hundebesitzer oder auch anderen Hunden, beigebracht. Hunde die erreichen wollen, dass die Beißhemmung erlernt werden soll sind sehr konsequent. Sie reagieren auf zu starkes Zwicken oder Beißen so, dass sie danach vorübergehend keinen Kontakt mehr zulassen.

So bekommt man das Beißen in den Griff

Es ist immer wichtig, dass du das Beißen deines eigenen Welpen in den Griff bekommst, denn auch wenn du als Hundebesitzer es selbst toleriert, dass dein Welpe ab und zu an deiner Hand knabbert, so solltest du immer daran denken, dass es durchaus passieren kann, dass dein Welpe dann auch bei fremden Personen oder schlimmstenfalls auch bei Kindern diese Gewohnheiten an den Tag legt. Dein Welpe beißt ständig andere Personen? Dann solltest Du jetzt genau weiterlesen!

Der Welpe beißt ständig? Es gibt einige Dinge, die du unternehmen kannst damit dein Welpe diese Beißgewohnheiten ablegt. Zu denen gehört zum einen der richtige Zeitpunkt an welchem du anfangen solltest deinem Welpen das Beißen abzutrainieren, am besten geeignet ist dafür der Zeitraum ab der 6. Woche, denn die ersten Lebensmonate prägen einen Hundewelpen am meisten. Außerdem ist es sinnvoll, wenn du deinem Welpen, nachdem er dich gebissen hat, signalisierst, dass dieser Biss Schmerzen verursacht hat, so kannst du deinem Welpen zum Beispiel durch ein leichtes „Nein“ zeigen, dass er zu weit gegangen ist.

Im Regelfall erlernt dein Welpe durch diese Methode relativ schnell und wird das Beißen reduzieren. Hilfreich kann zudem sein, dass du deinem Welpen ein Spielzeug oder einen Kauknochen gibst, an welchem er herumkauen und beißen kann wie er will. Zu erwähnen ist, dass du immer schauen solltest, dass dein Liebling genug Bewegung bekommt, denn so wird er schneller müde und wird nicht mehr so grob mit dir spielen. Denn Erfahrung zeigt, ein voll ausgelasteter Welpe ist ein artiger Welpe.

Abschließend gibt es noch die Möglichkeit, deinem Welpen eine Auszeit vom Spielen zu geben, wenn es vorkommt, dass er anfängt zu grob zu spielen. Sollte dein Welpe Besserung zeigen und es schaffen, zu spielen ohne dabei zu beißen und stattdessen nur zu schlecken, dann solltest du deinem Liebling deine Freude zeigen, dies tust du optimal mit ein paar Streicheleinheiten.

Ab dem 6. Monat ist der Besuch einer Hundeschule zu raten, so wird die Welpenerziehung noch einmal aufgefrischt und verbessert. Dort lernst du nämlich auch, wie du in bestimmten Situationen mit deinem Welpen reagieren sollst.

Falsche Erziehung bringt falsches Ergebnis

Es gibt ein paar Dinge die du als Hundebesitzer beachten solltest, welche nicht das Beißen verringern, sondern eher verstärken. Zu diesen gehören beispielsweise das Auffordern zum Spielen mit den Händen, denn durch dein Anbieten der Hände, signalisierst du dem Welpen, dass es nicht schlimm ist in diese hinein zu beißen. Zudem bringt es nichts die Lautstärke beim Schimpfen zu erhöhen, denn Souveränität zeigt sich nicht durch die Lautstärke. Wie auch beim Welpen stubenrein bekommen, ist es wichtig, dass du deinen kleinen Hund auf keinen Fall bestrafst!

Inkonsequenz zeigt sich bei der Erziehung deines Welpen auch nicht gut, denn sollte das Beißen ab und zu doch geduldet werden, so bekommt der Welpe nicht deutlich gezeigt, dass es doch eigentlich verboten ist zu beißen. Wenn der Welpe aber ständig beißt und du immer anders reagierst, weiß er nicht, was zu tun ist! Zuletzt ist auch noch zu erwähnen, dass zu wildes Spielen mit deinem Welpen nicht gerade vorteilhaft bei der Erziehung ist, denn so hat der Kleine es noch schwieriger sich zu kontrollieren.

Auf deinen Welpen kommen viele neue Eindrücke zu. Bleib dran und er wird sehr schnell lernen, was du ihm beibringen möchtest.

Positive Gewohnheiten fördern

Dadurch, dass dein Welpe mit anderen gut erzogenen Welpen oder auch Hunden spielt, lernt er es freundlich mit anderen Hunden oder auch Menschen umzugehen und so nicht ständig zu beißen.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten mit deinem Welpen zu spielen, durch welche du die Erziehung positiv förderst.

So bringe deinem Welpen beispielsweise das Apportieren bei, denke dabei aber daran die gleichen Regeln wie beim abgewöhnen des Beißen einzuhalten. Ebenfalls eine gute Möglichkeit dich mit deinem Welpen zu beschäftigen ist das Tauziehen, dort kann der Kleine seine ganze Energie darein versetzten das Duell gegen dich zu gewinnen, und kommt so gar nicht auf die Idee loszulassen und dich dann ständig zu beißen. Zuletzt ist es noch sehr hilfreich deinen Welpen immer wieder mit neuem Spielzeug zu beschäftigen, denn sonst verliert dein Liebling an Interesse und kommt so viel eher auf die Idee deine Aufmerksamkeit, durchbeißen oder knabbern, zu erlangen.

Nie die Geduld verlieren

Es gibt Welpen, bei welchen es sehr einfach ist, ihnen abzugewöhnen zu kratzen, beißen oder zu knabbern. Doch es gibt auch die andere Sorte von Welpen, welche nicht direkt verstehen was du mit deinen Erziehungsmethoden erreichen willst. Hierbei ist es wichtig nie die Geduld zu verlieren, denn auch bei diesen Welpen zeigt sich, wenn auch etwas langsamer als bei anderen Welpen, Besserung. Welche dann auch direkt gelobt und belohnt werden sollte.

Welpe beißt ständig – Nicht zu vergessen ist

Dass du auch, wenn du einen Welpen einer kleinen Hunderasse besitzt, ihm das Beißen abgewöhnen sollst. Denn auch kleine Rassen können mit ihren Bissen erheblichen Schaden anrichten und so gilt nicht das Motto: Ignoriere das Beißen der kleinen Hunde, denn diese bleiben immer klein. Die 2. Zähne deines Welpen brechen ungefähr ab dem Alter von 4 Monaten durch. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte deinem Liebling das Beißen abgewöhnt worden sein, denn die Erwachsenenzähne können auf der menschlichen Haut einen deutlich größeren Schaden anrichten.

Abschließend gilt, dass wenn keine der oben genannten Methoden eine grundlegende Änderung des Verhaltens deines Welpen zur Folge hat, eine professionelle Hilfe im Sinne von einer Hundepsychologin zu empfehlen ist.

Inhaltsverzeichnis
  1. Beißen, eine erstmal normale Eigenschaft
  2. Falsche Erziehung bringt falsches Ergebnis
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