Welpe beißt ständig zu, was hilft dagegen?

Diese Dinge sollten Sie beachten, wenn Ihr Welpe nicht aufhört zu beißen

Aktualisiert: 3. October 2018

Einen Hundewelpen als neues Familienmitglied aufzunehmen, hört sich zuerst einmal sehr einfach, spannend, lustig und aufregend an. Denn so ein kleiner Hundewelpe ist süß und niedlich. Niemand verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dass er anfangen könnte zu beißen. Doch dann, sollte es soweit kommen und der Neuankömmling fängt an nach Armen, Füßen, Pullovern oder Taschen zu schnappen, stellt sich ein jeder Hundebesitzer die Frage: Warum? Es gibt ein paar Dinge die viele Hundebesitzer falsch machen und somit dieses Verhalten nicht eindämmen, sondern eher verstärken. Zu diesen gehören beispielsweise das Auffordern zum Spielen mit den Händen.

Laut dem Experten Rütter ist es normales Verhalten, dass Ihr Hundewelpe zu Anfang beginnt zu Kratzen oder auch zu beißen.

Einen Hundewelpen als neues Familienmitglied aufzunehmen, hört sich zuerst einmal sehr einfach, spannend, lustig und aufregend an. Denn so ein kleiner Hundewelpe ist süß und niedlich. Niemand verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dass der Junghund anfangen könnte zu beißen. Doch dann, sollte es soweit kommen und der Neuankömmling fängt an nach Armen, Füßen, Pullovern oder Taschen zu schnappen, stellt sich ein jeder Hundebesitzer die Frage: Warum?

Beißen: eine erstmal normale Eigenschaft

So gut wie jeder Hundewelpe legt dieses Verhalten an den Tag, dies gehört zur natürlichen Entwicklung des Welpen. Nahezu jeder kleine Hund spürt ständig das Bedürfnis zu beißen. Wichtig ist es beim Beißen nur, es dem Kleinen abzugewöhnen und ihm zu zeigen, dass es andere Dinge gibt die er tun kann, ohne dass er Sie dabei zwickt und einem Kind oder anderen Schaden zufügt.

Beißen: ein Merkmal das viele Gründe haben kann

Sollte Ihr Welpe anfangen zu beißen, hat dies in den meisten Fällen nichts mit Aggressivität oder anderen negativen Eigenschaften zu tun. Meistens ist dies sowieso eher ein Knabbern oder auch Zwicken, welches, vor allem aufgrund der noch sehr spitzen Zähne, teilweise starke Schmerzen verursachen kann. Doch meistens gibt es dafür einen einfachen Grund. Wie zum Beispiel, wenn bei Hunden eine große Erregung vorhanden ist, wenn sie jemanden auffordern wollen zu spielen, allgemein die Aufmerksamkeit der umliegenden Personen erregt werden soll oder auch wenn Hunde die Umgebung erkunden wollen, denn dies tuen sie bekanntlich ja auch mit dem Maul.

Beißhemmung beim Welpen

Unter Beißhemmung versteht man die Fähigkeit die Intensität des Beißens oder des Knabberns zu kontrollieren. Dies bedeutet das ein Hund genau weiß wie extrem er zupacken kann, bis es anfängt weh zu tun. Kein Junghund wird mit dieser Beißhemmung geboren und so ist sie bei Welpen auch nicht vorhanden. Diese Beißhemmung wird den kleinen dann, durch den Hundebesitzer, oder auch anderen Hunden, beigebracht. Hundehalter, die erreichen wollen, dass die Beißhemmung erlernt wird, sind sehr konsequent. Sie reagieren auf zu starkes Zwicken oder Zupacken so, dass sie danach vorübergehend keinen Kontakt mehr zulassen.

So bekommt man das Beißen in den Griff

Es ist immer wichtig, dass Sie Ihren Hund mit und ohne Leine in den Griff bekommen, denn auch wenn Sie als Hundebesitzer es selbst tolerieren, dass Ihr Welpe ab und zu an Ihrer Hand zwickt, so sollten Sie immer daran denken, dass es durchaus passieren kann, dass er dann auch bei fremden Personen oder schlimmstenfalls auch bei einem Kind diese Gewohnheiten an den Tag legt. Ihr Hund knurrt, bellt und hört nicht auf andere Personen zu beißen? Dann sollten Sie jetzt genau weiterlesen!

Es gibt einige Dinge der Hundeerziehung, die Sie unternehmen können damit er diese Gewohnheiten ablegt. Zu denen gehört zum einen der richtige Zeitpunkt ab dem Sie anfangen sollten Ihrem Welpen durch spielerisches Erziehen das Beißen abzutrainieren, am besten geeignet ist dafür der Zeitraum ab der 6. Woche, denn die ersten Lebensmonate der Welpenerziehung prägen einen Hundewelpen am meisten. Gewöhnen Sie ihn daran, dass Sie ihm, nachdem er Sie gebissen hat, signalisieren, dass dieser Biss Schmerzen verursacht hat. So können Sie ihm zum Beispiel durch ein leichtes „Nein“ zeigen, dass er zu weit gegangen ist und aufhören ihn zu streicheln.

Im Regelfall erlernt Ihr Junghund durch diese spielerische Methode relativ schnell sich zurückzuhalten. Hilfreich kann zudem sein, dass Sie Ihrem Welpen ein Spielzeug oder einen Kauknochen geben, auf dem er gerne kaut und den beißen kann wie er will. Zu erwähnen ist, dass Sie immer schauen sollten, dass Ihr Liebling genug Bewegung bekommt, denn so wird er schneller müde und wird nicht mehr so grob mit Ihnen spielen.

Abschließend gibt es noch die Möglichkeit, Ihrem Welpen eine Auszeit zu geben, wenn es vorkommt, dass er anfängt zu aggressiv zu werden. Sollte er Besserung zeigen und es schaffen, ohne Beißen oder Hochspringen zu toben und stattdessen nur zu schlecken, dann sollten Sie Ihrem Liebling Ihre Freude zeigen, dies tun Sie optimal durch mehrmaliges Streicheln.

Ab dem 6. Monat ist der Besuch einer Hundeschule zu raten, so wird die Welpenerziehung noch einmal aufgefrischt und verbessert. Dort lernen Sie nämlich auch, wie Sie in bestimmten Situationen reagieren und können Ihren Welpen an fremde Umgebungen gewöhnen.

Es gibt ein paar Dinge die viele Hundebesitzer falsch machen und somit dieses Verhalten nicht eindämmen, sondern eher verstärken. Zu diesen gehören beispielsweise das Auffordern zum Toben indem sie die Hände zu ihm drehen, denn durch das Anbieten der Hände signalisiert man ihm, dass es nicht schlimm ist in diese hinein zu beißen. Zudem bringt es nichts die Lautstärke beim Schimpfen zu erhöhen, denn Souveränität zeigt sich nicht durch die Lautstärke, so der bekannte Hundeexperte Rütter. Wie auch beim Welpen stubenrein bekommen, ist es wichtig, dass Sie Ihren kleinen Hund auf keinen Fall bestrafen!

Inkonsequenz zeigt sich bei der Welpenerziehung Ihres Junghundes auch nicht gut, denn sollte das Beißen ab und zu doch geduldet werden, so bekommt der Welpe nicht deutlich gezeigt, dass es doch eigentlich verboten ist. Wenn er aber ständig knurrt, bellt, beißt und kaut und Sie immer anders reagieren, weiß er nicht, was zu tun ist! Zuletzt ist auch noch zu erwähnen, dass zu wildes Spielen mit Ihrem Welpen nicht gerade vorteilhaft bei der Hundeerziehung ist, denn so hat der Kleine es noch schwieriger sich zu kontrollieren.

Falsche Hundeerziehung bringt falsches Ergebnis

Auf Ihren Welpen kommen viele neue Eindrücke zu. Warten Sie nicht zu lange, bleiben Sie dran und er wird sehr schnell lernen, was Sie ihm beibringen möchten.

Positive Gewohnheiten fördern

Dadurch, dass Ihr Welpe mit anderen gut erzogenen Hunden spielt, lernt er es freundlich mit anderen Hunden oder auch Menschen umzugehen und unterlässt ständiges Beißen oder Hochspringen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten mit Ihrem Welpen zu spielen, mit denen Sie die Erziehung positiv fördern.

Bringen Sie ihm während der Hundeerziehung beispielsweise das Apportieren bei, denken Sie dabei aber daran die gleichen Regeln wie beim Abgewöhnen des Beißens einzuhalten. Ebenfalls eine gute Möglichkeit sich mit Ihrem Welpen zu beschäftigen ist das Tauziehen, dort kann der Kleine seine ganze Energie darein versetzten das Duell gegen Sie zu gewinnen, und kommt so gar nicht auf die Idee loszulassen und Sie zu beißen. Zuletzt ist es noch sehr hilfreich Ihren Liebling immer wieder mit neuem Spielzeug zu beschäftigen, denn sonst verliert Ihr Liebling an Interesse und kommt so viel eher auf die Idee mit seinen Zähnen Ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.

Nie die Geduld verlieren

Es gibt Welpen, denen lässt es sich durch geschickte Welpenerziehung abgewöhnen zu kratzen, zu schnappen oder zu knabbern. Doch es gibt auch die andere Sorte von Welpen, welche nicht direkt verstehen was Sie mit den Methoden Ihrer Hundeerziehung erreichen wollen. Hierbei ist es wichtig nie die Geduld zu verlieren, denn auch bei ihnen zeigt sich, auch wenn es im Vergleich zu anderen Welpen lange dauern sollte, Besserung, die dann auch direkt gelobt und belohnt werden sollte.

Welpe beißt ständig – Nicht zu vergessen ist…

…dass Sie auch, wenn Sie einen jungen Hund einer kleinen Hunderasse besitzen, ihn zu einem Bisslosen leben mit und ohne Leine erziehen solltest. Denn auch kleine Rassen können mit ihren Bissen extremen Schaden anrichten und so gilt nicht das Motto: Drehen Sie sich weg und ignorieren Sie das Verhalten der kleinen Hunde, denn diese bleiben immer klein. Die 2. Zähne des Hundes brechen ungefähr ab dem Alter von 4 Monaten durch. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte Ihrem Liebling diese Angewohnheit abgewöhnt worden sein, denn die Zähne von erwachsenen Hunden können auf der menschlichen Haut einen deutlich größeren Schaden anrichten.

Abschließend und als eine Übersicht für Sie gilt, dass wenn keine der oben genannten Methoden der Welpenerziehung eine grundlegende Änderung des Verhaltens Ihres Welpen zur Folge hat, eine professionelle Hilfe im Sinne von einer Hundepsychologin auch bei erwachsenen Tieren zu empfehlen ist.

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